Mietverträge werden in Moskau in der Regel vom Immobilienmakler vorbereitet und in seltensten Fällen notariell beglaubigt. Der Standardmietvertrag ist in Englisch und Russisch, die vertragliche Mietzeit relativ kurz. Da es unterschiedliche Verträge gibt, empfehlen wir Ihnen, den Vertrag sorgfältig zu lesen, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.
Die Mietverträge in Moskau werden gewöhnlich für 1-3 Jahre abgeschlossen. Eine vorzeitige Beendigung des Mietvertrages ist unkompliziert vorausgesetzt Sie halten die 1-3monatige Kündigungsfrist gegenüber dem Vermieter ein. Der Vermieter kann in der Regel den Mietvertrag nicht vorzeitig kündigen, da dies dem russischen Mietrecht widerspricht. Eine Ausnahme ist hier ein Vertragsbruch durch den Mieter. Die meisten Vermieter sind natürliche Personen und der Mietvertrag ist ein Standard Mietvertrag. Vermieter bestehen im allgemeinen darauf, das Apartment bzw. die Wohnung regelmässig zu besichtigen.
Der Mietzins wird immer in USD angegeben und ist entweder monatlich oder vierteljährlich fällig. Längere Vorauszahlungen können den monatlichen Mietzins senken. Den Mietzins in bar zu bezahlen ist immer noch üblich, es kann jedoch auch per Banküberweisung und gegebenenfalls in Rubel bezahlt werden. Die meisten Vermieter in Moskau verlangen eine Kaution in Höhe einer Monatsmiete. Wir empfehlen Ihnen, bei Vertragsabschluss darauf zu achten, dass die letzte Monatsmiete mit der Kaution verrechnet werden kann. So vermeiden Sie mögliche Schwierigkeiten bei der Rückgabe der Kaution.
Formalitäten auf Seiten des Eigentümers/Vermieters:
„Durch das Gesetz der Russischen Föderation über die Freizügigkeit und die Wahl des Aufenthalts- und Wohnortes im Hoheitsgebiet der Russischen Föderation vom 25. Juni 1993 (Föderationsgesetz Nr. 5242/1) wurde ein Registrierungssystem eingeführt, demzufolge die Bürger den örtlichen Dienststellen des Innenministeriums ihren Wohnsitz (sog. "dauerhafte Registrierung") und - falls davon abweichend - ihren gegenwärtigen Aufenthaltsort (sog. "vorübergehende Registrierung") nunmehr melden müssen. Hierdurch sollte das frühere "Propiska"-System abgelöst werden, das die Polizeibehörden zur Entscheidung über die Gestattung oder Verweigerung des Aufenthaltes oder der Niederlassung einer Person an einem bestimmten Ort ermächtigte.“
Die Eigentümlichkeiten der russischen Immobilien Gesetzgebung ist derart, dass Eigentumsrechte und Nutzungsrechte getrennt werden. Personen, die die nicht Eigentümer einer Immobilie sind, haben ein Nutzungsrecht vorausgesetzt sie sind für diese Immobilie dauerhaft registriert (propisany). Die dauerhafte Registrierung wird im Inlandspass vermerkt und sollte überprüft werden. Die Anzahl der Personen, die für ein Apartment oder eine Wohnung registriert sind, kann von der örtlichen Baubehörde/Innenbehörde (ZhEK) erfragt werden.
Die Dokumente, die den rechtmässigen Eigentümer einer Immobilie ausweisen, sind unterschiedlich gestaltet. Die Art der Besitzurkunde hängt davon ab, wann und wie die Immobilie erworben wurde. Der staatliche Registereintrag des Eigentums einer Immobilie gibt Auskunft über die Adresse der Immobilie und den Namen des Eigentümers. Ferner kann dem Registereintrag entnommen werden, ob der Eigentümer 100% der Immobilie besitzt oder nur einen Anteil. Weitere mögliche Eigentümer der Immobilie werden jedoch nicht aufgelistet.
Privatisierungsbeschlüsse geben Auskunft über alle Besitzer und deren Anteile und bestehen aus zwei Dokumenten: Eigentumsübertragung und Eigentumsurkunde
Die Urkunde der Staatlichen Registrierung der Eigentumsrechte an einer Immobilie gibt Auskunft über die Adresse des Objektes und den Namen des Eigentümers. Ferner kann dem Registereintrag entnommen werden, ob der Eigentümer 100% der Immobilie besitzt oder nur einen Anteil. Weitere mögliche Eigentümer der Immobilie werden jedoch nicht aufgelistet.
Der Privatisierungsbeschluss gibt Auskunft über alle Besitzer und deren Anteile und besteht aus zwei Dokumenten: Eigentumsübertragung und Eigentumsurkunde.
Der Kaufvertrag gibt Auskunft über alle gegenwärtigen Eigentümer und über das Datum des Erwerbs.
Formalitäten auf Seiten des Mieters
Die Bonität des Mieters wird in der Regel in Moskau nicht ausführlich überprüft. Normalerweise wird der Vermieter um die Vorlage des Reiseausweises und eines Visums bitten. Gelegentlich wird auch der Nachweis eines Beschäftigungsverhältnisses verlangt. Außerdem ist es nicht unüblich, eine Kontaktperson und eine Telefonnummer der Arbeitsstelle in Moskau zu hinterlegen.
In Moskau ist es erforderlich, dass Mieter sich an Ihrem Wohnsitz vorübergehend anmelden. Die Anmeldung erfolgt bei der Moskauer Abteilung für Visa und Registrierung (UVIR). Erforderliche Unterlagen: die notariell beglaubigte Einwilligung des Vermieters und ein Mietvertrag.
Mietverträge, die für mehr als ein Jahr abgeschlossen werden, müssen bei der Staatlichen Registrierungsstelle (Moszhilservis) gemeldet werden. Da dieses Verfahren oft aufwändig ist und sowohl Mieter als auch Vermieter persönlich anwesend sein müssen, wird der Mietvertrag oft auf 364 Tage beschränkt.
Vorteilhaft für beide Parteien ist es, wenn der Mieter Angestellter einer akkreditierten juristischen Person ist. In diesem Falle können sowohl der Vermieter als auch der Mieter 20% USt einsparen.